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Sehenswerte Orte rund um das Schloss Hauenstein (von Sascha Klauer)
Warta (Stráž nad Ohří)
Ein Ort der mir sehr am Herzen liegt ist Warta. In Warta haben meine Eltern und ich bei Hermine Buraldova oder Hedy Kluson während unserer Urlaube immer ein Quartier gefunden. Warta liegt in einem zauberhaften Tal direkt an der Eger ca. 3 Kilometer vom Schloss Hauenstein entfernt. In der Gemeinde steht die spätbarocke Kirche Heiliger Michael aus dem Jahr 1768 und eine Säule der höchsten Dreifaltigkeit aus dem Jahr 1704. Von Warta kann man zahlreiche Ziele erwandern. Neben der Burg Hauenstein, lohnt sich die Wanderung zur Burg Himmelstein, die auf einem Basaltfelsen (Nebeska skala) 633 m hoch über dem Ort liegt. Von der Burgruine Himmelstein kann noch einen großen Torbogen und ein paar Mauerreste sehen. Vom Himmelstein hat man eine herrliche Aussicht in das Egertal und zum Keilberg (Klínovec).
Keilberg (Klínovec) Der Keilberg ist übrigens mit 1244 m der höchste Berg des Erzgebirges. Er ist bei Wintersportlern und Wandern gleichermaßen beliebt. Man kann mit einem Sessellift nach Joachimstal (Jachymov) fahren. Joachimstal ist ein sehr beliebter Kurort direkt an der tschechischen Grenze. Auch vom Keilberg lohnt sich die 20 km weite Wanderung zum Schloss Hauenstein über Suchá und Schönwald (Kásný Les).
Schlackenwerth (Ostrov) Schlackenwerth ist neben Karlsbad (Kalovy Vary) die zweitgrößte Stadt in der Gegend um das Schloss Hauenstein. Mit seinen 20.000 Einwohnern gehört sie zu den ältesten Städten. Ostrov ist bekannt für den Maschinenbau (Skoda) sowie Elektro-, Glas-, und Porzellanindustrie. Zur ältesten Architektur der Stadt gehört unter anderem die Kirche des Heiligen Jakobs. In der historischen Altstadt findet man ein prunkvolles Schloss mit einem herrlichen Schlosspark. Das Schloss mit seinem Park soll früher eines der schönsten und prächtigsten Schlösser Europas gewesen sein.
Krondorf (Korunní)
Krondorf liegt ca. 3 Kilometer von Warta entfernt. In dem Ort sind meine Großeltern Karl Glaser und Elfriede Bartel aufgewa chsen. Berühmt geworden ist Krondorf im 19. Jahrhundert durch seinen Sauerbrunnen, eine Quelle mit natürlichem Mineralwasser, dem man heilende Wirkung für den Bereich des Magen-Darm Traktes und der Atemwege nachsagt. Auch heute sprudelt die Quelle noch. Zu dem Quellhäuschen gelangt man von Warta aus am Bahnhof vorbei direkt an der Eger entlang Richtung Krondorf. Wenn man Glück hat, kann man sich dort ein bisschen Sauerbrunnen zapfen. Der Sauerbrunnen wird aber heute auch unter dem Markennamen „KORUNNÍ“ in das ganze Land exportiert. In dem Unternehmen, welches in Warta ansässig ist, arbeiten bis zu 100 Leute.
Wotsch (Boč) - Pürstein (Perštejn) - Okunov Weiter Flussabwärts gelangt man nach Wotsch. In Wotsch spannt sich eine große Hängebrücke über breite die Eger. Diese Brücke ist eine Besichtigung wert. Die Eger fließt im weitern Verlauf an Pürstein und Okunov vorbei. In Pürstein gibt es ein Freibad und mehrere Hotels, wo wir in den letzten Jahren auch oft Unterkunft fanden. Okunov ist etwas höher gelegen mit einer historischem Kirche und einem alten Friedhof.
Klösterle (Klášterec nad Ohří)
Die nächste Stadt an der Eger ist Klösterle. Der Ort wurde im 15. Jahrhundert erstmals erwähnt. Im 16. Jahrhundert ist aus einem ehemaligen Herrenhaus das Schloss errichtet worden. In dem ausgedehnten Schlosspark an den Ufern der Eger ist die Statuenausschmückung von dem Meister der Barockbildhauerkunst Brokof besonders wertvoll. Ebenfalls im Schlosspark steht eine Vielzahl alter und seltener Bäume. 1951 wurde das Schloss in ein Porzellanmuseum umgewandelt, welches heute besichtigt werden kann. Ein besonderes Schauspiel bietet sich den Besuchern, wenn sich bei Sonnenschein das Schloss in der Eger spiegelt. Eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt ist die heilige Dreifaltigkeitskirche, die 1665 bis 1970 erbaut wurde. Unter ihr befindet sich eine Gruft. In dieser Gruft ist ein Stammbaum der Familie Thun-Hohenstein zu sehen, welche die Herrschaft über das Schloss bis in das Jahr 1623 besaß. Klösterle ist bekannt für die Porzellanherstellung. Im 18. Jahrhundert entstand im Ort eine der ersten böhmischen Porzellanmanufakturen.
Kaaden (Kadaň) Kaden liegt zwischen Chomutov und Klösterle direkt an der Eger. Über dem Fluss thront eine gotische Burg. Früher diente sie dem königlichen Verwalter des Kaadener Gebietes als Wohnsitz. In ihr sind eine Galerie, ein Restaurant und Geschäfte untergebracht. Auch die Stadt selbst hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Kirche „Aufstieg des heiligen Kreuzes“ mit ihren zwei Türmen in der Stadtmitte, der Brunnen, die Säule der drei Heiligen, die sehr schmale und etwas düstere Henkergasse, welche vom Markt zur die Stadt umschließenden Mauer führt. Weiter das Franziskanerkloster und natürlich das Rathaus mit seinem weißen Turm.
Burgruine Hassenstein Etwas weiter entfernt vom Schloss Hauenstein in Richtung Chomutov ist die Burgruine Hassenstein. Gegründet wurde die Burg Anfang des 14. Jahrhunderts auf den Resten einer alten Festung. Sie gelangte zu Rum und Ehren als Zentrum von europäischer Bedeutung für Gelehrte und Wissenschaftler der Literatur, Kunst und Naturwissenschaften. Die Festung beherbergte viele Kunstwerke und eine Bibliothek. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Burg nicht mehr bewohnt und verfiel. Heute erhalten sind unter anderem eine gotische Kapelle, unterirdische Gänge und finstere Keller. Von den erhaltenen Türmen bietet sich ein wunderbarer Blick über die Landschaft.
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